„Petite Messe Solennelle“ in der Abteikirche Himmerod

Am Sonntag, den 27.September 2026, 15:00 Uhr, führt der Kammerchor Westeifel (KWE) die Petite Messe Solennelle von Gioachino Rossini in der Abteikirche Himmerod auf.  Solisten sind unter der künstlerischen Leitung von Alexandra Becker Katharina Nieß (Sopran), Sophie Wenzel, (Alt), Wolfgang Klose (Tenor) und Tim-Lukas Reuther (Bass) Am Klavier begleitet Joachim Oehm.

Die „Petite Messe Solennelle“ ist eine der bemerkenswertesten Vertonungen des katholischen Messetextes. Sie changiert zwischen Rossini als hochgerühmtem Opernkomponisten und einer tiefen Religiosität, zwischen Heiterkeit, feiner Ironie und religiösem Ernst. Rossini selbst schrieb dazu: „Ist es wirklich heilige Musik [musique sacrée], die ich gemacht habe oder ist es vermaledeite Musik [sacrée musique]? Ich wurde für die Opera buffa geboren…! Wenig Wissen, ein bisschen Herz, das ist alles!“

Durch die ungewöhnliche Begleitung für Klavier und Harmonium gilt die Messe als eines der faszinierendsten geistlichen Werke des 19. Jahrhunderts.

Karten können ab sofort über das Ticket Portal Regional oder an allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional gekauft werden. Preis für alle Plätze einheitlich:  19,45 Euro. Ermäßigung für Studenten und Schüler zu 9,50 Euro. (an der Konzertkasse: 22,50 EURO, ermäßigt 11,50 Euro)

Wir danken herzlich unseren Unterstützern: namentlich:

Louis-Ferdinand Rey, Hubert Murges, Paul Klein, Christoph Heckel, Pia und Eva Heck und unseren Projektpartnern:

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Die Ausführenden:

Sophie Wenzel, Alt

Seit 2018 ist Sophie Wenzel freischaffend als Sängerin tätig. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt im Lied- und Konzertgesang. Regelmäßig gestaltet sie Liederabende, unter anderem mit dem Pianisten Hedayet Djeddikar und der Pianistin Diana Sahakyan. Auf der Opernbühne verbindet die lyrische Mezzosopranistin stimmliche Beweglichkeit mit Spielfreude und schauspielerischem Ausdruck, etwa in Rollen wie Hänsel oder Cherubino. Ihre musikalische Vielseitigkeit zeigt sich zudem in der Verbindung verschiedener Genres und Ausdrucksformen – von Chanson, Musical und Pop bis hin zu Stimm- und Tanzperformances.

Auch als Sprecherin und Moderatorin ist sie tätig, zuletzt in einer Kinderkonzertlesung zur Komponistin Luise Greger. Zu ihren wichtigsten Lehrer:innen zählen Marina Unruh, Prof. Thomas Heyer, Prof. Hedayet Djeddikar, Prof. Noelle Turner und Prof. Helmut Deutsch. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit ist Sophie Wenzel ausgebildete Atem-, Sprech- und Stimmtherapeutin und spezialisiert sich seit vielen Jahren auf die Arbeit mit der Sing- und Sprechstimme. 2021 gründete sie das Studio für Stimme in Frankfurt. Dort begleitet sie Sänger*innen, Stimmprofis und Vielsprecher*innen mit Gesangsunterricht, Sprechtraining und Stimmtherapie. Seit Herbst 2025 ist sie zudem Dozentin für Stimmbildung am Ausbildungszentrum für Logopädie der Universitätsmedizin in Mainz.

www.sophiewenzel.de


Tim-Lukas Reuter, Bass

Der Bassbariton Tim-Lukas Reuter wurde 1997 in Marburg an der Lahn geboren. Vor seinem Studium setzte die Sopranistin Marina Unruh wichtige Impulse. Es folgten Bachelor- und Masterstudium bei Prof. Thomas Heyer in Frankfurt. Seine Konzerttätigkeit reicht von den großen Oratorien Bachs bis hin zu Rossinis „Petite Messe solennelle“ und dem Requiem von Verdi.

2019 war er als Don Magnifico in Rossinis „La Cenerentola“ bei den Burgfestspielen Bad Vilbel zu hören. Außerdem singt er regelmäßig in Bad Ems beim Festival gegen den Strom. So übernahm er dort unter anderem die Rolle des Crespel in „Hoffmanns Erzählungen“, Daland in „Der fliegende Holländer“ oder Fasolt in „Das Rheingold“.

2022 gab er sein Debüt am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, dem Aalto-Theater Essen und dem Theater Trier jeweils als Flandrischer Gesandter in „Don Carlo“ (G. Verdi). 2023 sang er sein Hausdebüt am Stadttheater Gießen als Snug in „A Midsummer Night’s Dream“ (B. Britten) und kehrte im Anschluss für die Rolle des Hobson in „Peter Grimes“ (B. Britten) an das Theater Trier zurück.

In der Spielzeit 23/24 war er unter andrem als Brabantischer Edler in Wagners „Lohengrin“ am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, Conte di Ceprano in Verdis „Rigoletto“ am Stadttheater Gießen und als Escamillo („Carmen“, G. Bizet) bei der RheinlandOper zu erleben. Zu Beginn der Spielzeit 24/25 war er wieder bei der RheinlandOper, diesmal als Scarpia („Tosca“, G. Puccini).

Tim-Lukas Reuter ist Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes Frankfurt und Preisträger der Fritz-Wunderlich-Gesellschaft. Seit Januar 2024 ist er Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz. Zu seinen bisherigen Aufgaben dort zählten mitunter Alidoro („La Cenerentola“, G. Rossini), Papageno („Die Zauberflöte“, W.A. Mozart) und Albert Einstein („Der Chronoplan“, J. Kerr). In der Spielzeit 26/27 wird er unter anderem als Heerufer („Lohengrin“, R. Wagner) und Masetto („Don Giovanni“, W.A. Mozart) zu hören sein.


Katharina Nieß, Sopran

Katharina Nieß wurde in Trier geboren und wuchs in einer Musikerfamilie auf. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für den Gesang. Bereits im Alter von sechs Jahren sang sie im Kinderchor und übernahm dort sehr bald schon kleine solistische
Ihren ersten Unterricht erhielt sie bei Frau Ursula Thies in Trier.

Nach ihrem Abitur und einem kurzen Studienaufenthalt in Bonn absolvierte Katharina Nieß die künstlerische Ausbildung im Studiengang Gesang an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Auf ihr Diplom im Fach Operngesang im Jahr 2009 folgte ebenfalls an der HfMT in Köln ein Aufbaustudium Master of Music/Oper, das die junge Sängerin im Oktober 2011 abschloss.
Entscheidende künstlerische und pädagogische Impulse erhielt Katharina Nieß durch Meisterkurse und privaten Unterricht bei Prof. Thomas Heyer (Köln) und dem Pianisten Klaus B. Roth (Köln). Weitere Meisterkurse besuchte sie bei Gemma Visser (Eijsden, NL), Ruth Ziesak (Saarbrücken) und Ulrich Eisenlohr (Mannheim).Während ihres Studiums übernahm sie Partien in verschiedenen Opernproduktionen der Hochschule in Aachen, sowie der Euregio Kinderoper Aachen/ Maastricht und war außerdem während mehrerer Spielzeiten in kleineren Partien am Stadttheater Aachen zu hören. Regelmäßige Auftritte im Konzertfach und Liederabende gehören neben ihrer Operntätigkeit zu ihrer musikalischen Arbeit; ebenso verschiedene kammermusikalische Projekte wie z. B. Konzerte mit dem Gitarristen Mark Jensen Samama, der Pianistin Esther Frankenberger und dem Kammerchor Rheinland-Pfalz.


Wolfgang Klose, Tenor

Stilistische Vielfalt, authentischer Klang und die Synthese von Wort und Musik stellen für den Tenor Wolfgang Klose die Grundsäulen des Gesangs dar. Maßgebliche Impulse erhielt er durch Thomas Heyer, Mario Hoff und Konrad Jarnot sowie auf Kursen bei Francisco Araiza, Julie Kaufmann und Kurt Widmer.

Auf der Opernbühne war er in mehreren Rollen des lyrischen Fachs zu erleben, u.a. als Tamino (Zauberflöte), Symon (Bettelstudent) und Pylades (Iphigenie auf Tauris). Neben freien Produktionen führten ihn Verpflichtungen u.a. zu den Händelfestspielen Halle, an die Deutsche Oper am Rhein und an die Bühnen der Stadt Köln.

Seine besondere Liebe gilt allerdings dem Konzertgesang. Dabei umfasst das breitgespannte Repertoire Werke von Monteverdi bis in die zeitgenössische Moderne und hat seinen Schwerpunkt bei den Kantaten und Oratorien des Barocks und der Klassik. Als Gast auf zahlreichen Festivals und Podien im In- und Ausland (Gewandhaus Leipzig, Kölner Philharmonie, Essener Philharmonie, Tonhalle Düsseldorf, Beethovenhalle Bonn, Philharmonie Breslau u.v.m.) musiziert er gleichermaßen mit symphonischen Orchestern und Originalklangensembles. Hier arbeitet er mit namhaften Dirigenten zusammen.

2013 verlieh ihm der Verband Deutscher Konzertchöre e.V. einen 1. Preis im Rahmen des Podiums Junger Gesangssolisten. Rundfunk- und CD-Aufnahmen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen.


Joachim Oehm, Klavier

Joachim Oehm studierte Schulmusik mit Hauptfach Klavier an der Musikhochschule des Saarlandes. Anschließend absolvierte er ein Studium der katholischen Kirchenmusik und setzte seine Ausbildung an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf fort. Dort schloss er sein Studium mit dem A-Examen mit Auszeichnung ab und legte zudem die Konzertreifeprüfung im Fach Orgel mit der Note „sehr gut“ ab.  Der vielseitige Musiker ist mehrfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe, darunter „Jugend musiziert“, und wurde mit dem Gottfried-Schreuer-Preis ausgezeichnet. Bereits in jungen Jahren begann er seine musikalische Laufbahn als Pianist und Organist und trat früh als Solist und Begleiter in Erscheinung. Joachim Oehm konzertiert regelmäßig im In- und Ausland und war unter anderem in der Kathedrale von Luxemburg zu hören. Neben seiner Tätigkeit als Konzertorganist ist er auch als Pianist, Korrepetitor und Pädagoge aktiv. Von 2001 bis 2012 wirkte er als musikalischer Leiter des Saarknappenchores.  Sein künstlerischer Schwerpunkt liegt auf der Orgelmusik aller Epochen, wobei er sich besonders den Werken von Marcel Dupré, Naji Hakim und Max Reger widmet


Alexandra Becker, Künstlerische Leitung

Nach ihrem Abitur 1993 am Regino-Gymnasium Prüm studierte Alexandra Becker Biologie an der Universität Heidelberg und Musik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Heidelberg-Mannheim für das Lehramt am Gymnasium. Einen Schwerpunkt innerhalb ihres Studiums bildete das Leistungsfach Oboe bei Prof. Liebermann. Ihre Ausbildung im Dirigat erhielt sie bei Prof. Eisenmann und Martin Winkler, Heidelberg. In Studium und Referendariat engagierte sie sich in unterschiedlichen Kammerchören der Hochschule und Universität Heidelberg, und bis heute im Kammerchor der Region Westeifel. Wirkungsschwerpunkte im musikdidaktischen Bereich sieht sie in chorischer Stimmbildung, Chorleitung und Inszenierung von Musiktheater. Seit dem Beginn ihrer Lehrtätigkeit am Regino-Gymnasium Prüm 2001 initiierte sie dementsprechend zahlreiche Projekte, die sich diesen Interessenschwerpunkten zuordnen lassen. So widmet sie sich innerhalb der Gesangsklassen der frühen Stimmbildung im musischen Profil. Diese intensive Arbeit wird im Chor der Mittelstufe unter ihrer Leitung fortgesetzt, besonders talentierte Schülerinnen werden von ihr in individuell gestalteten a-capella Ensembles in besonderem Maße angeleitet und gefördert. Dieser fokussierten Arbeit in Kleingruppen stehen Projekte in anderem Maßstab gegenüber, beispielsweise die Kooperation ihrer Chöre mit der Bonner Philharmonie, die Carl Orffs Carmina Burana mit insgesamt über 100 Sängerinnen im Jahr 2019 zur Aufführung brachten. Fortbildungen und Meisterkurse an der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz bereichern ihre Chorarbeit und geben ihr ständig Impulse, um junge Stimmen für chorisches Singen in und außerhalb der Schule zu begeistern.


Kammerchor Westeifel

Der Kammerchor Westeifel wurde im September 1997 von Regionalkantor Christoph Schömig gegründet. Unter seiner künstlerischen Leitung entwickelte sich der Chor zu einem Ensemble mit einem überaus anspruchsvollen, vielseitigen Repertoire. 

Seit Oktober 2025 hat Alexandra Becker die künstlerische Leitung übernommen und der Chor arbeitet seitdem sehr eng mit dem Regino-Gymnasium Prüm zusammen, um junge Menschen für den Chorgesang zu begeistern und den Chor frisch zu halten.

Der Kammerchor Westeifel e.V. firmiert als als gemeinnütziger Verein. Zweck des Vereins ist die Förderung von Kunst und Kultur und insbesondere die Pflege geistlicher und weltlicher Chormusik, die er in Aufführungen in der gesamten westlichen Eifel und angrenzenden Luxemburg mit hohem künstlerischem Anspruch verwirklicht.

Der Kammerchor Westeifel e. V. versteht sich als eine Plattform für konzertante Musik für interessierte Sänger*innen aus der ganzen Eifel und darüber hinaus. Der Chor veranstaltet in der Regel zwei Konzerte pro Jahr als offene Projekte, an denen jeder und jede mitmachen kann, soweit chorische Erfahrung oder doch grundlegenede musikalische Kenntnisse vorhanden sind.

Der Verein versteht sich als Angebot zur Gestaltung und Bereicherung des kulturellen Programmes in der Eifel und kooperiert aktiv mit anderen künstlerischen Akteuren des musikalischen Geschehens im Kulturraum (Kirchenchöre, Musikschulen und Schulen). Der „Kammerchor Westeifel“ ist, anders als viele andere Chöre, ein Projektchor. Meist in zweijähriger Vorausplanung werden Termine, Programme und Aufführungssorte festgelegt. Es erfolgen keine regelmäßigen Proben. Geprobt wird intensiv, meist an zwei Wochenenden vor dem Konzert in Prüm.

Von den Sängern wird erwartet, das Notenmaterial mit bereit gestellten Übedateien zu Hause zu erarbeiten. Die Proben sind dann Feinarbeit,  genutzt  für die Vervollkommnung des musikalischen Ausdrucks und des Klanges. In der Regel sind zwei bis drei konzentrierte Probenwochenenden (freitags am Abend und der jeweilige Samstag) meist in Prüm dafür vorgesehen. Die chorische Arbeit verlangt viel Engagement von Dirigentin und Chor, dessen Mitglieder aus der ganzen Westeifel und darüber hinaus zu Proben und Konzerten anreisen. Da sie alle die große Leidenschaft für gute Chormusik verbindet, ist die Fluktuation der Chormitglieder gering. Der Kammerchor hat aktuell rund 100 Sängerinnen und Sänger, sucht aber immer sehr gute, chorerfahrene Sänger aller Stimmgruppen. Die Proben und Konzerte finden meist an vereinbarten Wochenenden statt. Das Repertoire des Chores umfasst die großen Oratorien der Chorliteratur, wie etwa ‚Ein deutsches Requiem‘ oder ‚Die Schöpfung‘, Motetten und Madrigale aller Perioden und moderne Vokalmusik vorwiegend nordischer Komponisten.

Kontaktaufnahme über:

Mathias.Brandt@t-online.de